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Sarah Mehlau feiert Comeback

Judo: European Open der Frauen und Männer in Tallinn (Estland)

Nach eineinhalb Jahren Wettkampfpause aufgrund einer Knieverletzung ist Topathletin Sarah Mehlau von der SV Winnenden zurück auf der internationalen Tatami (Matte). Bei den European Open der Frauen und Männer in Tallinn (Estland) am vergangenen Wochenende zeigte sie eine hervorragende Leistung. Sie sicherte sich bei ihrem erst zweiten Wettkampf im Feld der Frauen in ihrer Gewichtsklasse bis 70 kg mit der Bronzemedaille einen Platz auf dem internationalen Podest.

Nach einem Freilos ging die Winnenderin gleich in ihrer ersten Begegnung gegen Maria Papp (Estland) nach knapp eineinhalb Minuten Kampfzeit mit Wazari (halbe Wertung) in Führung. Eine halbe Minute später erzielte sie den zweiten Wazari und konnte somit den Kampf mit Ippon (volle Wertung) souverän und überlegen vorzeitig für sich entscheiden. Im Viertelfinale verlor Mehlau unglücklich gegen die später ebenfalls Bronzemedaille-Gewinnerin Gabrielle Barbaud (Frankreich) aufgrund von drei Shidos (Strafpunkte) nach einem ausgeglichenen Kampf und landete in die Trostrunde. Dort traf sie auf Lotte Schutjes (Niederlande) und führte nach fast vier Minuten Kampfzeit mit einem Wazari. Die Niederländerin konnte keine Wertung mehr erzielen und somit konnte Sarah Mehlau ihre dritte Begegnung für sich entscheiden.

Der Kampf um die Bronzemedaille gegen die Italienerin Ludovica Franzosi war sehr spannend und ausgeglichen. Nach einer Minute hatte die Gegnerin zwei Shidos erhalten. Eine Minute später erhielt Sarah Mehlau zwei Strafpunkte. Nun ging es darum, keinen Strafpunkt mehr zu erhalten. Mehlau hielt stark dagegen. Mit einem dritten Shido für die Italienerin wurde der Kampf vorzeitig beendet. Damit sicherte sich Sarah Mehlau die Bronzemedaille und einen Platz auf dem internationalen Treppchen.

Noch eine Woche vor dem Wettkampf hatte Sarah Mehlau mit einer starken Nasennebenhöhlenentzündung zu kämpfen und lag mit Fieber im Bett. Sie war sich nicht sicher, ob sie für den Wettkampf überhaupt fit genug ist. Sie beschreibt ihren Erfolg auf den European Open in Tallinn mit den Worten „Es war zwar mies anstrengend, aber ich glaube, ein ganz gutes Comeback“.

Im Januar 2023 wurde die Winnenderin in das Judo Top Team Baden-Württemberg aufgenommen. Das Judo Top-Team ist ein Förderprojekt der Judoverbände in Baden-Württemberg, das ausgewählte Spitzenjudokas auf dem Weg zu den Olympischen Spielen unterstützen.

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